Sigrid
Carl
Sanspareil / Frankfurt am Main
(Drei Häuser auf einem Feld - 2006 - Bronce)
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Die Ausstellung "Ferne Orte" in Sanspareil,
mit Werken aus Bronce,
und die Ausstellung "Innen Land"
im Schloss Fantasie in Donndorf,
mit Arbeiten aus Moosschwamm,
überschneiden sich in der Woche
vom 20.August bis zum 27.August
2006.
Wer in dieser Zeit
im Eindruck der einen Ausstellung
zum anderen
Ausstellungsort fährt,
wird im wörtlichen Sinne "er-fahren"
wo die Inspirationsquellen von
Sigrid Carl zu finden sind:
von Donndorf erst über die weiträumige Hochfläche hinweg, dann
kurvig steil hinab ins Tal nach
Busbach, um dann schließlich weiter Richtung Hollfeld, wieder
auf die Höhe des
Fränkischen Jura
zu gelangen und über Fernreuth, Kleinhül und
Großenhül in
Sanspareil anzukommen.
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Ferne Orte
Ausstellungseröffnung am
Sonntag 20.August 11.00 Uhr
im Morgenländischen Bau,
Felsengarten Sanspareil,
96197 Wonsees.
Einführung durch
Florian Koch,
Kurator, Frankfurt am Main
Abschlussveranstaltung am
17.September 2006
von 11.00 - 13.00 Uhr
Kontakt :
sigrid.carl@gmx.net
Morgenländischer Bau: 09274/1221
Burg Zwernitz: 09274/330
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Sigrid
Carl
Sanspareil / Frankfurt am
Main
Innen Land
Ausstellungseröffnung war am
Sonntag 6.August 11.00 Uhr
im Schloss Fantaisie,
Commoedienhaus
95488 Donndorf bei Bayreuth.
Abschlussveranstaltung
am 27.August 2006
von 11.00 bis 13.00 Uhr
Kontakt :
sigrid.carl@gmx.net
Schloss Fantaisie: 0921/73140011
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(Haus zwischen Hügeln-2006 - Moosschwamm)
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Innen Land
Landschaften,
mit filigraner Arbeitstechnik
aus Moosschwamm gefertigt,
sind der Gegenstand der Ausstellung
"Innen Land" von Sigrid Carl.
Für ihre Arbeiten schätzt die Künstlerin
Ausstellungsorte, welche die Natur
weit hineinlassen,
wie etwa die
zehn großen Fenster des
Commoedienhauses im Schloss Fantaisie.
Die besonderen Lichtverhältnisse
erlauben es ihr, die
empfindlichen Arbeiten
hinter den Fenstern zu positionieren
und abends zu beleuchten.
Somit ist auch ein abendlicher Besuch
bis 22.00 Uhr zu empfehlen.
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„Ins Offene“ - diese beiden so
einfach daherkommenden Worte lösen schon während des Lesens so
unverzüglich wie unvermeidlich eine ungeheuerliche Bewegung aus.
„Ins Offene“ klingt weit, unbegrenzt und veranlasst unweigerlich zum
Umherschweifen. Dabei kann man sich leicht verlieren. Dies wiederum
löst als Gegenbewegung den Wunsch aus, irgendwo einen Halt zu finden
– auch das wieder eine Suche und damit eine Bewegung. Offenheit und
Weite kann befreien und beängstigen zugleich! In den Arbeiten von
Friederike Walter und Sigrid Carl findet sich beides in
unterschiedlicher Weise.
In den Skulpturen von Sigrid Carl ist
dies anders. Ihr Thema ist die Landschaft. Hier ist der Betrachter
schon im Offenen. Eine Landschaft breitet sich vor den Augen des
Betrachters aus und zieht ihn ins Offene hinein. Vor allem bei den
großen Landschaftsarbeiten stellt sich unwillkürlich ein Gefühl des
endlos Weiten ein. Aber selbst in den sehr kleinen
Landschaftsskulpturen, die es im Werk von Sigrid Carl ebenso gibt,
imaginiert der Betrachter um die Arbeiten herum einen offenen weiten
Raum. Auch in den Arbeiten von Sigrid Carl kann beim Betrachter
wiederum das Bedürfnis nach Halt oder zumindest nach Innehalten
aufkommen. Sich mit der Weite, dem Offenen zu konfrontieren kann
überwältigen und schwer auszuhalten sein, wie jeder erfahren kann,
der einen Berg erklommen hat und oben angekommen, in die Landschaft
schaut.
In den Gemälden von Friederike Walter
sind es Räume, die immer Öffnungen haben, die nicht abschließen und
begrenzen oder einengen, sondern die auf etwas verweisen, was nicht
sichtbar ist: ein Gang, gar ein Ausgang oder ein Fenster? Der
Betrachter Ihrer Gemälde sieht das Offene nicht, aber er stellt es
sich vor, weil es ein Lichteinfall vermuten lässt. Aber was ist
dahinter, dort wo das Licht herkommt? Wir wissen es nicht. Was wir
vermuten, hat mit uns selbst zu tun. Es kann ein befreiender Ausweg
sein, aber auch etwas beängstigend Unbekanntes; etwas Neues, das uns
hinter der Nische, der Wand oder dem Gang erwartet. Als Betrachter
bekommen wir es von Friederike Walters Arbeiten nicht gezeigt!
( Veröffentlichung:
http://www.preussischoldendorf.de/) |
Ausstellung: "ins Offene"
vom 06.09.09 bis 04.10.09
Kunstverein Lübbecke e.V.
Ins Offene
Sigrid Carl
Schon immer war die Landschaft Thema in der künstlerischen
Arbeit von Sigrid Carl. Nicht eine unberührte Natur, sondern
eine durch den Menschen Geformte. Felder, Wege, Baumgruppen
und Häuser, die allein in der Landschaft stehen. Die
Anwesenheit des Menschen ist zu spüren, aber nirgendwo ist
er zu sehen, nur Spuren von ihm. Er hat das Land bearbeitet,
hat gemäht, geackert und eine Scheune gebaut, aber zu sehen
ist er nicht.
Jeder, der die Landschaftsskulpturen von Sigrid Carl
betrachtet, glaubt zu kennen, was er sieht. Trotzdem stellt
sich eine seltsame unerklärliche Fremdheit ein, die nichts
damit zu tun hat, dass etwa Überlandleitungen, Leitplanken
oder Autos nicht vorkommen, wo sie doch überall unübersehbar
ebenso Bestandteil heutiger Landschaft sind. Es hat mit dem
Material der Skulpturen zu tun, ein grüner Kunstharzschaum,
wie ihn die Floristen für Blumengestecke verwenden. Naturnah
in der Farbe, äußerst künstlich aber als Material und
darüber hinaus äußerst empfindlich gegen Berührung,
gleichzeitig aber dauerhaft formstabil. Es ist wesentlich
diesem Material zu verdanken, dass die Landschaftsskulpturen
von Sigrid Carl ein Bild von Landschaft hervorrufen, wie sie
unsere Landschaft heute ist: äußerst empfindlich …
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Friederike Walter
Der Schwerpunkt in Friederike Walters Malerei liegt in
der Darstellung von in sich verschachtelten, nur
teilweise einsehbaren Räumen, die ein hohes Maß an
Abstraktion in sich tragen. Gezielt gerichtetes Licht
bewirkt dabei eine beinahe bühnenbildnerische
Architektur. Das Flimmern und Leuchten in den Übergängen
von Licht zu Schatten, das auf Wänden sichtbar wird,
verweist auf Räume vor und hinter dem uns Sichtbaren.
Unterschiedliche, nicht sichtbare Lichtquellen führen
den Betrachter ins Bild und wecken seine Neugier. Es
entstehen Räume, die als Bild real, aber gleichermaßen
imaginär sind. Je nach Hängung der Bilder können ganz
verschiedene Raumkompositionen entstehen, in denen sich
die Räume immer neu verbinden.
Durch das Auftragen von vielen farblich
unterschiedlichen transparenten Schichten aus Ölfarbe,
verändern sich, je nach äußerem Lichteinfall, auch die
Lichtempfindungen im Bild. So können sich während eines
kurzen Zeitraums warme und kühle Lichteindrücke
abwechseln. Das Licht gewinnt an Volumen und verbindet
sich mit dem Raum. Friederike Walters Bilder verweisen
auf das Unbekannte, Ungewisse, das gleichzeitig Hoffnung
hervorbringen kann. Für sie ist das Leben ein Labyrinth
aus Zeit und Raum, das in dunkle und helle Räume führt.
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