Sigrid Carl - Ausstellungen:

Ausstellung: 8.2.–26.3.2007
dsART-Galerie, Frankfurt
 Bericht "Neue Presse" Frankfurt vom 06.03.07

Ausstellung vom 5.Juni bis 30.August 2009: Kunstraum Sylt

Ausstellung: "ins Offene" vom 06.09.09 bis 04.10.09 - Kunstverein Lübbecke e.V.
Zeitungsbericht "Neue Westfälische"

 

Sigrid Carl
Sanspareil / Frankfurt am Main


(Drei Häuser auf einem Feld - 2006 - Bronce)


Die Ausstellung "Ferne Orte" in Sanspareil,
 mit Werken aus Bronce, 
und die Ausstellung "Innen Land" 
im Schloss Fantasie in  Donndorf,
mit Arbeiten aus Moosschwamm,
überschneiden sich in der Woche 
vom 20.August bis zum 27.August 2006.
Wer in dieser Zeit 
im Eindruck der einen Ausstellung 
zum anderen Ausstellungsort fährt, 
wird im wörtlichen Sinne "er-fahren" 
wo die Inspirationsquellen von 
Sigrid Carl zu finden sind: 
von Donndorf erst über die weiträumige Hochfläche hinweg, dann kurvig steil hinab ins Tal nach 
Busbach, um dann schließlich weiter Richtung Hollfeld, wieder 
auf die Höhe des Fränkischen Jura 
zu gelangen und über Fernreuth, Kleinhül und 
Großenhül in Sanspareil anzukommen. 

Ferne Orte

Ausstellungseröffnung am
Sonntag 20.August 11.00 Uhr
im Morgenländischen Bau,
 
Felsengarten Sanspareil,
96197 Wonsees.

Einführung durch Florian Koch, 
Kurator, Frankfurt am Main

Abschlussveranstaltung am
17.September 2006 
von 11.00 - 13.00 Uhr


Kontakt : 
sigrid.carl@gmx.net

Morgenländischer Bau: 09274/1221
Burg Zwernitz: 09274/330

Sigrid Carl
Sanspareil / Frankfurt am Main
Innen Land

Ausstellungseröffnung war am
Sonntag 6.August 11.00 Uhr
im Schloss Fantaisie,  
Commoedienhaus 
95488 Donndorf bei Bayreuth.

Abschlussveranstaltung
 am 27.August 2006
von 11.00 bis 13.00 Uhr

Kontakt : 
sigrid.carl@gmx.net
Schloss Fantaisie: 0921/73140011

 


(Haus zwischen Hügeln-2006 - Moosschwamm)
Innen Land

Landschaften, 
mit filigraner Arbeitstechnik 
aus Moosschwamm gefertigt, 
sind der Gegenstand der Ausstellung 
"Innen Land" von Sigrid Carl. 
Für ihre Arbeiten schätzt die Künstlerin 
Ausstellungsorte, welche die Natur 
weit hineinlassen, 
wie etwa die 
zehn großen Fenster des 
Commoedienhauses im Schloss Fantaisie. 
Die besonderen Lichtverhältnisse 
erlauben es ihr, die 
empfindlichen Arbeiten 
hinter den Fenstern zu positionieren 
und abends zu beleuchten. 
Somit ist auch ein abendlicher Besuch 
bis 22.00 Uhr zu empfehlen.

 

„Ins Offene“ - diese beiden so einfach daherkommenden Worte lösen schon während des Lesens so unverzüglich wie unvermeidlich eine ungeheuerliche Bewegung aus. „Ins Offene“ klingt weit, unbegrenzt und veranlasst unweigerlich zum Umherschweifen. Dabei kann man sich leicht verlieren. Dies wiederum löst als Gegenbewegung den Wunsch aus, irgendwo einen Halt zu finden – auch das wieder eine Suche und damit eine Bewegung. Offenheit und Weite kann befreien und beängstigen zugleich! In den Arbeiten von Friederike Walter und Sigrid Carl findet sich beides in unterschiedlicher Weise.

In den Skulpturen von Sigrid Carl ist dies anders. Ihr Thema ist die Landschaft. Hier ist der Betrachter schon im Offenen. Eine Landschaft breitet sich vor den Augen des Betrachters aus und zieht ihn ins Offene hinein. Vor allem bei den großen Landschaftsarbeiten stellt sich unwillkürlich ein Gefühl des endlos Weiten ein. Aber selbst in den sehr kleinen Landschaftsskulpturen, die es im Werk von Sigrid Carl ebenso gibt, imaginiert der Betrachter um die Arbeiten herum einen offenen weiten Raum. Auch in den Arbeiten von Sigrid Carl kann beim Betrachter wiederum das Bedürfnis nach Halt oder zumindest nach Innehalten aufkommen. Sich mit der Weite, dem Offenen zu konfrontieren kann überwältigen und schwer auszuhalten sein, wie jeder erfahren kann, der einen Berg erklommen hat und oben angekommen, in die Landschaft schaut.

In den Gemälden von Friederike Walter sind es Räume, die immer Öffnungen haben, die nicht abschließen und begrenzen oder einengen, sondern die auf etwas verweisen, was nicht sichtbar ist: ein Gang, gar ein Ausgang oder ein Fenster? Der Betrachter Ihrer Gemälde sieht das Offene nicht, aber er stellt es sich vor, weil es ein Lichteinfall vermuten lässt. Aber was ist dahinter, dort wo das Licht herkommt? Wir wissen es nicht. Was wir vermuten, hat mit uns selbst zu tun. Es kann ein befreiender Ausweg sein, aber auch etwas beängstigend Unbekanntes; etwas Neues, das uns hinter der Nische, der Wand oder dem Gang erwartet. Als Betrachter bekommen wir es von Friederike Walters Arbeiten nicht gezeigt!

 

 

( Veröffentlichung:
http://www.preussischoldendorf.de/)

Ausstellung: "ins Offene"
vom 06.09.09 bis 04.10.09 
Kunstverein Lübbecke e.V.


Ins Offene


 

Sigrid Carl
Schon immer war die Landschaft Thema in der künstlerischen Arbeit von Sigrid Carl. Nicht eine unberührte Natur, sondern eine durch den Menschen Geformte. Felder, Wege, Baumgruppen und Häuser, die allein in der Landschaft stehen. Die Anwesenheit des Menschen ist zu spüren, aber nirgendwo ist er zu sehen, nur Spuren von ihm. Er hat das Land bearbeitet, hat gemäht, geackert und eine Scheune gebaut, aber zu sehen ist er nicht.
Jeder, der die Landschaftsskulpturen von Sigrid Carl betrachtet, glaubt zu kennen, was er sieht. Trotzdem stellt sich eine seltsame unerklärliche Fremdheit ein, die nichts damit zu tun hat, dass etwa Überlandleitungen, Leitplanken oder Autos nicht vorkommen, wo sie doch überall unübersehbar ebenso Bestandteil heutiger Landschaft sind. Es hat mit dem Material der Skulpturen zu tun, ein grüner Kunstharzschaum, wie ihn die Floristen für Blumengestecke verwenden. Naturnah in der Farbe, äußerst künstlich aber als Material und darüber hinaus äußerst empfindlich gegen Berührung, gleichzeitig aber dauerhaft formstabil. Es ist wesentlich diesem Material zu verdanken, dass die Landschaftsskulpturen von Sigrid Carl ein Bild von Landschaft hervorrufen, wie sie unsere Landschaft heute ist: äußerst empfindlich …

 

Friederike Walter
Der Schwerpunkt in Friederike Walters Malerei liegt in der Darstellung von in sich verschachtelten, nur teilweise einsehbaren Räumen, die ein hohes Maß an Abstraktion in sich tragen. Gezielt gerichtetes Licht bewirkt dabei eine beinahe bühnenbildnerische Architektur. Das Flimmern und Leuchten in den Übergängen von Licht zu Schatten, das auf Wänden sichtbar wird, verweist auf Räume vor und hinter dem uns Sichtbaren. Unterschiedliche, nicht sichtbare Lichtquellen führen den Betrachter ins Bild und wecken seine Neugier. Es entstehen Räume, die als Bild real, aber gleichermaßen imaginär sind. Je nach Hängung der Bilder können ganz verschiedene Raumkompositionen entstehen, in denen sich die Räume immer neu verbinden.
Durch das Auftragen von vielen farblich unterschiedlichen transparenten Schichten aus Ölfarbe, verändern sich, je nach äußerem Lichteinfall, auch die Lichtempfindungen im Bild. So können sich während eines kurzen Zeitraums warme und kühle Lichteindrücke abwechseln. Das Licht gewinnt an Volumen und verbindet sich mit dem Raum. Friederike Walters Bilder verweisen auf das Unbekannte, Ungewisse, das gleichzeitig Hoffnung hervorbringen kann. Für sie ist das Leben ein Labyrinth aus Zeit und Raum, das in dunkle und helle Räume führt.