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Gebirgsweg soll Wonsees nicht umwandern
Ortsgruppe des Fränkische-Schweiz-Vereins will Markt in den „Leuchtturm unter den Wanderwegen“ einbringen.
Der Fränkische Gebirgsweg soll ein „Leuchtturm unter den Wanderwegen" werden, sagt Edgar Rother, der Hauptwegewart des FränkischeSchweiz-Vereins. Dass der Markt Wonsees fester Bestandteil dieser touristischen Attraktion wird, hofft die Ortsgruppe Wonsees um Vorsitzenden Karl Hacker. Der will sich mit den ersten Plänen, die Schirradorf und Zedersitz außen vor lassen, nicht zufrieden geben. Der Fränkische Gebirgsweg ist nach dem Frankenweg als weiterer nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes zertifizierter Wanderweg in Vorbereitung. Die Planung übernehmen die Tourismusverbände in Zusammenarbeit mit den Wandervereinen, zu denen auch der FränkischeSchweiz-Verein zählt. Nach der ersten Skizze, die der Ortsgruppe Wonsees des Fränkische-Schweiz-Vereins vorgelegt wurde, würde der Gebirgsweg zwar über Sanspareil und über den Wacholderweg nach Wonsees gehen, die Orte Schirradorf und Zedersitz würden aber quasi umwandert. „Ich wünsche mir, dass eine Route gefunden wird, die durch Wonsees führt und den Ort nicht nur tangiert, und die Schirradorf und die dortigen Wirtshäuser sowie Zedersitz einbezieht", sagt Karl Hacker im BR-Gespräch. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Wonsees des Fränkische-Schweiz-Vereins hat seine eigenen Vorstellungen, wie der neue Gebirgsweg verlaufen könnte. So wünscht er sich, dass der neu geschaffene Flurbereinigungsweg durch das Schwalbachtal nach Wonsees ebenso einbezogen wird wie der von der Flurbereinigungsdirektion schon teilweise hergerichtete Weg, der von Wonsees am alten Wasserwerk vorbei in Richtung Schlötzmühle und Kainach führt. Dass jede Ortsgruppe die nach ihrer Auffassung optimale Route vorlegen kann, betont Edgar Rother. Der Hauptwegewart führt im gleichen Atemzug an: „Ob die die Kriterien erfüllt, die für den Gebirgsweg angelegt werden, ist eine andere Frage." Wie Rother mitteilt, soll der Gebirgsweg - er beginnt, wie der Frankenweg am Rande des Rennsteiges in Untereichenstein und führt über 240 Kilometer bis nach Hersbruck - ein „Leuchtturm unter den Wanderwegen" werden. Der Verein sei aufgefordert, eine Wegführung zu erarbeiten, die Städte und Gemeinden verbindet, die nicht an den Frankenweg angebunden sind. Das geschehe aber nicht willkürlich. Der Fränkische Gebirgsweg werde nach strengen Kriterien als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" zertifiziert. So werde bei der Auswahl der Strecke ein Hauptaugenmerk etwa auf naturbelassene Wege gelegt. Befestigte Abschnitte, die mit einer Feinabdeckung angelegt wurden, würden neutral eingestuft, weshalb der Flurbereinigungsweg zwischen Schirradorf und Wonsees nach den Worten Rothers nicht den Idealvorstellungen entspreche.
Abwechslung ist gefragt
Doch könnten Sehenswürdigkeiten oder Naturschönheiten etwaige Defizite in den Abschnitten, die jeweils auf vier Kilometern ausgelegt und bewertet würden, ausgleichen. Ein kurzes Wegestück auf einen Bürgersteig, das an einer Basilika oder an einer Burg vorbeiführe, könne so ohne weiteres in die Wanderroute integriert werden. „Abwechslung ist gefragt", erläutert der Hauptwegewart. Karl Hacker versteht nicht, dass das Hauptaugenmerk im Kriterienkatalog auf naturbelassene Wege gelegt wird. „Führt die Route durch den Wald, werden doch Biotope und Rückzugsflächen der Tiere tangiert", kritisiert er. Und so hofft Hacker, dass auch der neue, „für Wandertouren zu jeder Jahreszeit ideale" Flurbereinigungsweg zwischen Schirradorf und Wonsees seine Chance bekommt. Der Vorsitzende und die Mitglieder der Ortsgruppe Wonsees sind nun gefordert, eine den Anforderungen des Gebirgswegs entsprechende Wanderstrecke auszuarbeiten. Edgar Rother versicherte der BR, dass er sich dann die Zeit nehmen werde, die Route mit Vertretern der Ortsgruppe genauestens unter die Lupe zu nehmen.
Bayerische Rundschau vom 7. Oktober 2006 Bericht: Alexander Hartmann
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