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Text: Peter Müller |
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Prägt den Ort Sanspareil: Die Burg Zwernitz, deren 850-jähriges Bestehen heuer gefeiert wird. Im Vordergrund der pilzartige Zschokkefelsen, der nach dem Dichter Johann Heinrich Daniel Zschokke benannt ist. |
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Einige Sehenswürdigkeiten der Burg Zwernitz: |
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Der Waffengang, in dem neben kleinen Kanonen verschiedene Hieb- und Stichwaffen des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie eine mit Eisenblech verkleidete und beschlagene Geldtruhe ausgestellt sind. Von hier aus gelangt der Besucher in den kleinen, aber stimmungsvollen Schönhof. |
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Gut erhalten ist das Mobiliar aus dem 17. und 18. Jahrhundert |
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| In der Zehentscheune, die malerisch auf der weit überhängenden Ostklippe des Burgfelsens steht, befand sich das so genannte "Pfennigstüblein" - das Gefängnis für gefallene, markgräfliche Beamte. In den kleinen, Finsteren Zellen stehen Holzpritschen, in den Wänden sind Ketten eingelassen. | ||||||||||||||||
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Beide Anlagen
kamen dann an die Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern,
in deren Besitz sie so lange blieben, bis die Markgrafschaft Kulmbach-Bayreuth
1810 an Bayern fiel. Anders als die Plassenburg, die zur Residenz
und bedeutendsten Festung des markgräflichen Oberlandes aufstieg,
wurde Zwernitz alsbald verpfändet und zumeist von Vögten und Amtmännern
verwaltet. Natürlich war sie auch von
großen geschichtlichen Ereignissen
betroffen. Blieb die Burg 1430 noch
von den Hussiten verschont, wurde sie anderthalb
Jahrhunderte später im Markgräfler
Krieg am 21. Juni 1553 von
den Nürnbergern eingenommen
und niedergebrannt. 1634, im Dreißigjährigen
Krieg, wurde die
Zwernitz zum zweiten
Mal durch
Feuer vernichtet. Allen
Zerstörungen zum
Trotz sind bis heute wesentliche
Teile des mittelalterlichen Baues erhalten
geblieben. So stammen Stücke der Ringmauern,
vor allem aber das
prachtvolle Buckelquadermauerwerk
des Bergfrieds und des Archivbaus, in der
Hauptsache aus der Zeit um 1200 und somit
noch von den Walpoten. Wie der so
genannte Kapellenbau, ein Fachwerkgebäude
mit Spitzbogenfenstern, ist auch der
Hirschkopfbau am Westrand der
Niederburg in nachmittelalterlicher
Zeit unter Verwendung der Ringmauer
erneuert worden.
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| Quellen: Bayrische Rundschau vom 4./5. März 2006 Text: Peter Müller Fotos: Gabriele Hänseler | ||||||||||||||||
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