| 1156
- 2006 |
Die Burg Zwernitz in Sanspareil |
850 Jahre Zwernitz | ||||||||||||||||||||||
| 1156 | Erstmalige urkundliche Erwähnung von Zwernitz (Zvernze) Die Walpoten
Friedrich und Uodalrich de Zvernze
werden als Edelfreie und Eidhelfer des Grafen Rapoto vom Kloster Banz
erwähnt. |
Veröffentlichung mit Genehmigung
1175-06/BA3630 u.VA534-1 |
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| 1235 | Die Burg Zwernitz wird hier letztmalig als walpotisches Eigentum erwähnt. Mit der Formulierung
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Vermutlich der älteste Teil der Burg: |
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| 1260 | Die Burg Zwernitz befindet sich im Besitz der Grafen von Orlamünde. Die Grafen von Orlamünde waren Miterben der
mächtigen Herzöge von
Andechs-Meranien, deren Linie im Jahre 1248 in Niesten erlosch. |
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| 1290 | Die Burg Zwernitz wird an
den Hohenzoller Burggrafen Friedrich III von Nürnberg verkauft. Sie bleibt im Besitz der Hohenzollern, bis sie 1810 an Bayern fällt. Die Burg war somit seit 1290 Sitz eines burggräflichen Amtes und des Halsgerichtes geworden. Ab diesem Zeitpunkt wird die Burg von den Burggrafen zu Nürnberg mehrmals verpfändet werden. |
![]() Das Wappen der Hohenzoller Burggrafen von Nürnberg |
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| 1430 | Die Verbrennung des
Reformators Jan Hus auf dem Konzil zu Konstanz 1415 führte in den Hussitenkrieg.
Die Burg Zwernitz wird zum Durch Zahlung eines hohen Lösegeldes an die Hussiten wurde die Gegend um Zwernitz vor weiteren Verwüstungen bewahrt. Das Lösegeld wurde jedoch durch die Hussitensteuer wieder von der Bevölkerung eingetrieben. |
![]() Die Verbrennung des frühen Reformators Jan Hus 1415. |
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| 1498 | Der Berfried wird in das markgräfliche Signalsystem (Plassenburg - Magnusturm Kasendorf - Burg Zwernitz) einbezogen.
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| 1553 | Die Burg wird im Bundesständischen Krieg (oder Markgräfler Krieg) vom Nürnberger Haug von Parsberg niedergebrannt und erhält erst 1570 ein neues Dach. |
![]() Ein Zeugnis von Baumaßnahmen im Jahre 1550 |
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| 1634 | Im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg Zwernitz durch den Markgrafen Christian zu Bayreuth selbst in Brand gesteckt um sie für den Feind unbrauchbar zu machen. |
![]() Kriegskasse 17.Jhd., ohne Schlüssel erbeutet |
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| 1708 | Der größte Teil des
Bergfriedes wird durch Blitzschlag zerstört und erhält 1732 den achteckigen Aufsatz mit Schieferdach. |
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| 1744 | Markgraf Friedrich und
Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth weilen auf der Burg und beginnen mit der Anlage des Felsengartens im Buchenhain. |
![]() Blick von der Burg Zwernitz auf den Buchenhain mit Felsengarten und den Morgenländischen Bau |
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| 1746 | Burg und Hain Zwernitz erhalten den Namen Sanspareil ("Ohnegleichen")
Bayreuths
Bewebung beim Weltkulturerbe-Zentrum
der UNESCO |
![]() Gartenanlage mit Küchenbau (jetzt Schloß-Cafe) |
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| 1810 | Die Burg fällt
schließlich im Zuge der noch erfolgreichen Kriegspolitik des französischen
Kaisers Napoleon an das 1806 gegründete Königreich Bayern und somit in den Besitz der Wittelsbacher. |
![]() Plan der Burg Zwernitz aus dem Jahre 1798 |
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| 1811 | Das Kammeramt und das Justizamt auf der Burg wird aufgelöst. Die Burg ist nur noch Staffage für den bekannten Felsengarten. |
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| 1922 | Bis 1929 befindet sich in
der Burg (hier als "Hain-Burg" bezeichnet) ein Jugendheim ("für die reifere Jugend") und später auch ein Kinderheim. Pfarrer Galsterer und Kaufmann Kern passen die Räumlichkeiten der Burg entsprechend an. |
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| 1942 | Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen übernimmt die Burg in diesem Zustand.
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| von: Rainer Friedmann |