Die Andechs-Meranier
1135
Im Zusammenhang mit dem Namen
Berthold von Andechs-Dießen, comes de plassenberch
wird die Plassenburg in Kulmbach erstmals urkundlich erwähnt.
1180
Kaiser Friedrich Barbarossa belehnt die
Andechser Grafen mit dem Herzogtum Meranien belehnt.
Sie tragen somit den Namen Herzöge von Andechs-Meranien.
1208
Herzog Otto I. von Andechs-Meranien erlangt die Pfalzgrafschaft von Burgund durch Heirat mit Beatrix, einer Enkelin von Kaiser Friedrich Barbarossa.  
1248
Auf seiner Burg Niesten stirbt Herzog Otto II. von Andechs-Meranien im Alter von 30 Jahren kinderlos.
Die Plassenburg geht nach den folgenden Erbstreitigkeiten an die Grafen von Orlamünde über.
 
Es ist unklar, ob die Herzöge von Andechs-Meranien die Burg Zwernitz von den Walpoten jemals erworben haben. Wahrscheinlicher ist es, dass die Walpoten ihre Burg Zwernitz nach 1238 den Herzögen von Andechs-Meranien zu Lehen übertragen haben. Hierfür spricht vor allem, dass die Walpoten von 1216 ab häufig als Zeugen in Urkunden der Herzöge von Meranien bis nach Tirol vorkommen. Zwischen 1250 und 1260 geht die Burg ungeklärt an die Grafen von Orlamünde über.  


DIE GRAFEN VON ANDECHS - MERANIEN

(Walter Höhn) 

Familienbild des Herzogs IV.
Illustrationsfolge des "Schlackenwerther Codex"

 

von links nach rechts:

1 - Heilige Elisabeth 1207-1231, Landgräfing von Thüringen

2 - Gertrud, Königin v. Ungarn, ihre Mutter, + 1213

3 - Agnes, Königin v. Frankreich, Gemahlin von König Philipp II. August

4. Heilige Hedwig, Herzogin von Schlesien, + 1243

5. Agnes, die Mutter der drei Vorigen + 1195

6. Berthold IV., Herzog von Meranien, + 1204, Bruder von Bischof Otto II. von Bamberg

7. Berthold, 1218 Patriarch von Aquileja, + 1251

8. Ekbert, 1203 Bischof von Bamberg, + 1237

9. Otto VII., Herzog v. Andechs-Meranien 1204-1234

10. Heinrich, Markgraf von Istrien, + 1254

= Zu Füßen der Gruppe Bertholds IV. jünste Tochter Mechthild, 1215 Äbtissin in Kitzingen, + 1254 =