Der Markgräfler Krieg (Bundesständischer Krieg)
Vorgeschichte
Im Schmalkaldischen Krieg 1546/1547 setzt sich der katholische Kaiser Karl V. gegen die protestantischen Stände durch. Im anschließenden "Geharnischten Reichstag" wird der katholische Gottesdienst im Reichsgebiet wieder eingeführt. Der Fürstenaufstand von 1552 führt jedoch wieder zum allgemeinen evangelischen Kirchenwesen. Dies wird im Augsburger Religionsfrieden 1552 bestätigt.
1552
Der Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach nutzt diese Wirren und führt gegen Kaiser Karl V. den Bundesständisch Krieg (oder Markgräfler Krieg). Er hofft damit auf ein von ihm beherrschtes Herzogtum Franken.
1553
Die Bischöfe von Bamberg und Würzburg sowie die Reichsstadt Nürberg ziehen gegen Kulmbach. Am Konraditag, dem 26.November 1553 geht Kulmbach in Flammen auf. Das Feuer wurde von der Gefolgschaft des Markgrafen Albrecht Alcibiades selbst gelegt, um dem Feind in Kulmbach keinen Stützpunkt zu gewähren. Er geht als "Mordbrenner von Kulmbach" unrühmlich in die Kulmbacher Geschichte ein.

Auch die Burg Zwernitz wird am 21.Juni 1553 durch einen Nürnberger, den Obristen Haug von Parsberg niedergebrannt.

1554
Der Markgraf erleidet in der Nähe von Braunschweig die endgültige Niederlage und flüchtet nach Frankreich. Die Plassenburg wird daraufhin angezündet und zerstört.