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Wenn 122 Bulldogs durchs Dorf tuckern: Gelbsreuth wird zum Mekka der Schlepperfreunde

Die Schlepper stehen für die Besucher in Reih und Glied, ein jeder mit Nummer und Informationen versehen.
Wer einmal auf einem historischen Bulldog mitfahren wollte, muste sich einfach zum Startpunkt der Rundfahrt stellen, die Fahrer nahmen gerne Gäste mit.
Die Traktorfreunde Altenplos hatten Vereinsschilder an Ihren Schleppern.
122 Schlepper verschiedenen Alters standen "Drom Berch".
Die rote Reihe.
Das älteste Fahrzeug am Platz, ein Dodge von 1942.
Die Feuerwehr Gelbsreuth hatte wie alle Jahre auch für die kleinsten Besucher einen Spielplatz bestens vorbereitet. Hüpfburg, Minibagger und Kinderschminken sorgten für leuchtende Augen.
Nach der Schlepperrundfahrt wurde jedes Fahrzeug anmoderiert.

Der 14. Schleppertreff in Gelbsreuth hat sich einmal mehr als wahrer Publikumsmagnet erwiesen. In diesem Jahr fand die traditionsreiche Veranstaltung gemeinsam mit dem 40. Gemeindefeuerwehrtag des Marktes Wonsees statt und lockte zahlreiche Besucher aus der gesamten Region auf die Festwiese. Bereits am frühen Morgen strömten die Schaulustigen nach Gelbsreuth, wo insgesamt 122 historische Schlepper und Nutzfahrzeuge präsentiert wurden.

Auf der Festwiese reihten sich die Oldtimer dicht an dicht – vom liebevoll restaurierten Bulldog bis hin zu außergewöhnlichen Raritäten. Das älteste Fahrzeug des Treffens war ein Dodge WC52 aus dem Jahr 1942, präsentiert von Jonas Hacker aus Kleinhül, der damit viele interessierte Blicke auf sich zog.

Ein Höhepunkt des Tages war die große Schlepperrundfahrt, die traditionell von Wolfgang Abé mit einer historischen Handsirene gestartet wurde. Unter lautem Tuckern setzte sich anschließend eine beeindruckende Kolonne historischer Traktoren in Bewegung. Die Rundfahrt führte von Gelbsreuth über Wonsees, Sanspareil und Kleinhül zurück zum Festgelände. Besonders die Besucher der zeitgleich stattfindenden Residenztage in Sanspareil bekamen dadurch ein zusätzliches Highlight geboten, als die historischen Bulldogs durch den Ort rollten.

Doch nicht nur die Fahrzeuge selbst standen im Mittelpunkt. Das große Festzelt war den gesamten Sonntag über bestens gefüllt. Die Gäste ließen sich Sonntagsbraten sowie zahlreiche weitere fränkische Spezialitäten schmecken und genossen die gesellige Atmosphäre. Einige Traktorfreunde waren bereits am Samstag angereist und verbrachten die Nacht direkt auf dem Festgelände.

Ein besonderer Hingucker war dabei eine originale norwegische Schlafkoje aus dem Jahr 1964, die mit ihrer nostalgischen Optik und liebevollen Details zahlreiche neugierige Blicke auf sich zog. Dabei handelte es sich um ein original erhaltenes Fahrzeug aus Norwegen. 

Die Teilnehmer mit der weitesten Anreise kamen aus Kastl bei Pressath und nahmen dafür rund 66 Kilometer mit ihren historischen Fahrzeugen auf sich. Ebenfalls vertreten waren Teilnehmer aus Eggolsheim, die mit zwei historischen Bulldogs und einer Anreise von rund 52 Kilometern nach Gelbsreuth gekommen waren.

Organisiert wurde das Treffen wie in jedem Jahr von den Schlepperfreunden Gelbsreuth beziehungsweise der Freiwilligen Feuerwehr Gelbsreuth. Mittlerweile gilt die Veranstaltung als das größte Schleppertreffen seiner Art im Landkreis Kulmbach und zieht Teilnehmer sowie Besucher weit über die Region hinaus an.

Zahlreiche Gruppen und Stammtische von Traktorfreunden nutzten die Gelegenheit zum Austausch und Fachsimpeln. Vertreten waren unter anderem die Traktorfreunde Altenplos mit 13 Fahrzeugen und acht Teilnehmern, die Traktorfreunde Truppachtal, die Traktorfreunde Treunitz mit acht Teilnehmern sowie die Gruppe Schilling aus Bayreuth/Dörnhof mit sechs Teilnehmern. Für Schmunzeln sorgte dabei der Hinweis, dass die Mitglieder der Gruppe Schilling trotz des gemeinsamen Nachnamens nicht miteinander verwandt sind.

Für besonderes Interesse sorgte auch der älteste Teilnehmer der Veranstaltung, der mit zwei historischen Schleppern sowie einer beeindruckenden Motorsägensammlung vertreten war. Darunter befanden sich unter anderem eine seltene Stihl BLK aus den 1950er Jahren. Mit seinen historischen Motorsägen führte er zudem verschiedene Vorführungen durch, die bei den Besuchern auf großes Interesse stießen.

Durch das Programm führte erneut Gerhard Sachs, der mit Fachwissen und Humor die Fahrzeuge vorstellte und zugleich auf die nächsten Treffen der Szene in Metzlersreuth und im Bauernhofmuseum Kleinlosnitz hinwies.

Ein besonderer Dank galt am Ende des Wochenendes der Freiwilligen Feuerwehr Gelbsreuth mit ihren zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit großem Engagement erneut ein gelungenes Festwochenende auf die Beine gestellt hatten. Ob Organisation, Bewirtung, Aufbau oder Durchführung – ohne die vielen helfenden Hände wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Die gelungene Verbindung aus Schleppertreff, Feuerwehrtag und historischem Flair machte die Veranstaltung erneut zu einem vollen Erfolg. Damit bewies das kleine Örtchen Gelbsreuth einmal mehr, dass es mit großem Zusammenhalt weit über die Landkreisgrenzen hinaus begeistern kann.

 

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