Leistungen von A bis Z
Suchtberatung bei bestehender oder drohender Suchtproblematik; Inanspruchnahme
Leistungsbeschreibung
Stand: 15.04.2026
Unabhängig von der Art des Suchtproblems (z. B. Alkohol, Tabak, Cannabis, illegale Drogen, Medikamente, Glücksspiel, Medien- und Internetnutzung) bieten die Psychosozialen Suchtberatungsstellen suchtgefährdeten bzw. suchtkranken Menschen und deren Angehörigen Hilfe und Unterstützung an. Ihr Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der ambulanten Beratung und Betreuung. In den meisten Fällen erfolgen hier die ersten Kontakte mit den Betroffenen. Die Weichenstellungen zur stationären oder ambulanten Therapie werden ermöglicht, eine Entgiftungsbehandlung kann vermittelt und Nachsorge zur Vermeidung von Rückfällen geleistet werden. Die Psychosozialen Suchtberatungsstellen bieten auch Hilfestellung bei der Klärung der Kostenübernahme für die Behandlung und Rehabilitation an.
Wenn Sie selbst von Sucht betroffen sind oder Fragen zum Umgang mit Suchtproblemen eines Angehörigen haben, sind die Suchtberatungsstellen, Ihr Gesundheitsamt oder Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt Ihre ersten Ansprechpartner. Ein bayernweites Verzeichnis dieser Einrichtungen und eine Zusammenstellung niedrigschwelliger Hilfen finden Sie auf der Internetseite der Koordinierungsstelle der bayerischen Suchthilfe (KBS) (siehe "Weiterführende Links"). Ein bundesweites Verzeichnis sowie umfassende Informationen zum Thema Sucht finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (siehe "Weiterführende Links").
Voraussetzungen
Sie machen sich Gedanken über Ihre Konsumgewohnheiten oder auch einer angehörigen Person, dann finden Sie hier die richtigen Kontakte zu Rat und Hilfe.
Verfahrensablauf
Sie können sich an eine psychosoziale Suchtberatungsstelle wenden. Die Kontaktdaten finden Sie bei "Für Sie zuständig".
Beratungen können direkt vor Ort oder auch online über die trägerübergreifende und im Bundesgebiet einheitliche Beratungsplattform "DigiSucht" (siehe unter "Online-Verfahren") erfolgen.
Kombinierte Beratungskonzepte aus digitaler und analoger Beratung vor Ort sind ebenfalls möglich. Mit "DigiSucht" wurde ein besonders niedrigschwelliger, sowie zeit- und ortsungebundener Zugang zum Hilfs- und Unterstützungsangebot für Suchterkrankte, Suchtgefährdete und ihre Angehörigen geschaffen. Neben allgemeinen Informationen zum Thema Sucht haben Ratsuchende hier auch die Möglichkeit, anonyme Selbsttests zum eigenen Konsumverhalten vorzunehmen.
Erforderliche Unterlagen
- keine
Fristen
Es gibt keine Fristen.
Kosten
Die Beratung (analog vor Ort oder digital) durch Psychosoziale Suchtberatungsstellen oder Gesundheitsämter ist kostenfrei. In Falle einer ärztlichen Beratung (durch Haus- oder Fachärzte) werden die Kosten in der Regel durch die Krankenkassen getragen.
Rechtsgrundlagen
Verwandte Themen
- HI-Virus und AIDS; Information, Prävention und Beratung
- Suchtpräventive Angebote; Inanspruchnahme
- Suchtkrankheit; Informationen zur Entwöhnungsbehandlung
- Suchtkrankheit; Informationen zur Entziehungsbehandlung
- Psychosoziale Suchtberatungsstellen; Beantragung einer Förderung
- Suchttherapeutische Einrichtung; Beantragung der Anerkennung
- Suchtprävention und Suchthilfe; Beantragung einer Förderung
Verwandte Lebenslagen
Weiterführende Links
- Online Suchtberatung über "DigiSucht"
https://www.suchtberatung.digital/ - Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen
http://www.dhs.de - Koordinierungsstelle der bayerischen Suchthilfe (KBS)
http://www.kbs-bayern.de
Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (siehe BayernPortal).
Mehr im BayernPortal
Zusätzliche Informationen zum Thema "Suchtberatung bei bestehender oder drohender Suchtproblematik; Inanspruchnahme" finden Sie im BayernPortal.